FAQ

G-Cam

Welche Bildsensoren werden in G-Cam-Kameras verwendet?

In unseren G-Cam-Kameras werden CMOS-Bildsensoren von Micron und CCD-Bildsensoren von Sony eingesetzt.
Welche Architektur hat die Kamera?

G-Cam-Kameras enthalten den Intel-Prozessor IOP 80219 XScale. Er hat 32/64 MB RAM-Speicher (zur Verwendung für Programme und als Bildpufferspeicher), 8/16 MB Flash-Speicher auf dem Chip, eine serielle Schnittstelle (RS-232) (zur Steuerung der Kamera und zur Fehlersuche), sowie den Gigabit Ethernet Controller Intel 82541.
Welches Betriebssystem läuft auf der Kamera?

Auf G-Cam-Kameras läuft das Betriebssystem Linux. Dies ist ein Open-Source-Betriebssystem, dessen Verhalten man einfach ändern kann, um es an bestimmte Anwendungen anzupassen. Da es zu Linux den kostenlosen GNU C/C++ Compiler gibt, ist es einfach, neue Anwendungen zu schreiben oder vorhandene auf die Kamera zu übernehmen. G-Cam-Kameras werden bereits vorkonfiguriert als GigE-kompatible Kameras geliefert, sie können für spezielle Verwendungen einfach modifiziert und aufgerüstet werden.
Gibt es Beispiele, wie man auf Bilder zugreifen kann, um sie auf der Kamera zu verarbeiten?

Die Kameras werden mit einem Beispiel-Server-Programm (mit Quellcode) geliefert, in dem der Zugriff auf den Bildpufferspeicher der Kamera erklärt wird. Nach der Verarbeitung kann das Bild über Ethernet zum Client übertragen oder für eine spätere Verwendung im Flash-Speicher der Kamera gespeichert werden.
Wie erfolgt der Anschluss und die Steuerung der Kamera?

G-Cam-Kameras werden mit dem vorinstalliertem Betriebssystem Linux mitgeliefert. FTP- und Telnet-Server sind standardmäßig installiert und laufen auf den Kameras, so dass Sie nur Ihren bevorzugten FTP- oder Telnet-Client öffnen und mit der Kamera verbinden müssen (Benutzername und Passwort werden in der mitgelieferten Dokumentation angegeben). Dieses Verfahren wird dazu benutzt, die Kameras aufzurüsten oder um neue Anwendungen zu installieren. Wenn Sie nur die Kamerafunktionen steuern wollen, wie Verstärkung, AOI, Aufnahmeverfahren, usw., benutzen Sie die GigE-kompatible Client-Anwendung.
Die Kameras haben außerdem eine (serielle) RS-232-Schnittstelle, die als Eingabe-/Ausgabe-Gerät benutzt werden kann (anstelle des Monitors und der Tastatur von PCs), zur Fehlersuche oder falls kein Ethernet-Anschluss zur Verfügung steht.
Welche maximale Ethernet-Kabellänge ist bei G-Cam-Kameras möglich?

Die maximale Ethernet-Kabellänge beträgt 100m.
Wie erfolgt der Anschluss der GigE-Kamera an einen PC?

G-Cam-Kameras werden mit einer GigE-kompatiblen Client-Anwendung (zur Anzeige von Bildern) und einem IP-Filter-Treiber geliefert, der GigE-Stream-Kanal-Daten (Bilder) aus dem Netzwerk-Verkehr herausfiltert. Auf diese Weise wird die CPU-Belastung auf ein Minimum reduziert, so dass genug CPU-Leistung für die Bildverarbeitung bleibt.
Was versteht man unter maximaler Bildfrequenz der Kameras?

Die maximale Bildfrequenz der Kameras ist definiert als die maximale Bildfrequenz bei der höchsten Auflösung und ist für jedes Kamera-Modell unterschiedlich (wenn die Fläche des Bildsensors größer ist, ist bei gleicher Bildpunkt-Taktfrequenz die maximale Bildfrequenz kleiner). Anwender können die Bildfrequenz erhöhen, indem Sie entweder eine teilweise Abtastung (partial scan) des Bildsensors benutzen oder den AOI (area of interest, interessierender Bereich) des Bildes verringern.
Was ist eine 'teilweise Abtastung (partial scan)'?

Die Bildfrequenz der Kamera (Anzahl der Bilder, welche die Kamera pro Sekunde aufzeichnet) hängt ab vom AOI (Bildbreite x Bildhöhe) und von der Bildpunkt-Frequenz (wenn die Belichtungszeit klein genug ist). Wenn eine größere Bildfrequenz benötigt wird, ist es wahlweise möglich, die Anzahl abzutastender Zeilen zu verringern, indem Zeilen am Anfang oder am Ende des Bildes ausgelassen werden (das Bild wird nur teilweise abgetastet). Hierdurch verringert sich der AOI, und somit erhöht sich die Bildfrequenz.
Was sind die minimalen und die maximalen Belichtungszeiten der Kameras?

Die minimalen und maximalen Belichtungszeiten für die Kameras werden in der mitgelieferten Dokumentation angegeben. Wenn diese Zeiten für die Anwendung des Benutzers nicht ausreichen, können die Belichtungszeiten durch eine Firmware-Aktualisierung geändert werden